Materialien

Leime

Bei der Verarbeitung unserer Buchprodukte sind diverse Leimsorten im Gebrauch

Für die Buchdeckenproduktion auf den Automaten wird ausschliesslich Heissleim oder Knochenleim   (hergestellt aus diversen Knochen und Fellresten; Abfall aus dem Schlachthof oder Kadver verwertung) verwendet. Dieser Leim hat den Vorteil, dass beim erwärmen des Buchrückens auf der Einhängemaschine eine saubere Rundung entsteht, die nach dem erkalten in dieser Form bleibt. Dies ist mit einem Dispersionsleim nicht möglich.

Weiter verwenden wir einen Hot-Melt (heisser Kleber) dieser wird auf ca 180 Grad erhitzt und mit dem Buchrücken in einer Klebebindemaschine aufgetragen, (klebebinden). Der Vorteil dieses Verfahrens ist eine sehr hohe Produktionsgeschwindigkeit, da der aufgetragene Leim eine kurze Abbindezeit hat (er ist schnell trocken). Der Nachteil ist, dass durch einfache Hitze beispielsweise hinter einer Fensterscheibe der Kleber wieder flüssig wird und Seiten aus dem Buch fallen können. Im weitern kann er keine lackierten, gestrichene oder Folien verkleben.

Pur-Leim ist ein neuartiger Kunstharzleim welcher im Klebebinder aufgetragen wird, der Vorteil dieser Leimsorte ist, er verklebt alle Materialien gleich gut, da er sich ins Bindematerial frisst und somit eine tiefere Verklebung garantiert. Der Nachteil ist, er ist hoch giftig, sogar die Dämpfe während des Arbeitsprozesses müssen abgesaugt werden, deshalb läuft er in einem geschlossenen System. ( Bei uns wird diese Leimsorte nicht verwendet.

Kunstharz oder Dispersionsleime werden zu verschiedenen Arbeitsprozessen und Tätigkeiten gebraucht. Diese gibt es in hunderten diversen Sorten.

Ein weiterer Leim ist der Kleister, er besteht meistens aus Kartoffel- oder Maisstärke, dieser wird heute noch sehr offt zum mischen oder zum verarbeiten in der Handbuchbinderei verwendet.



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